top of page

Blog

Aktualisiert: 19. Dez. 2023



Woran liegt es eigentlich, dass wir die eigentliche besinnliche Weihnachtszeit als besonders stressig empfinden?

 

Wir alle geben Weihnachten eine ganz besondere Wichtigkeit. Wir haben Erwartungen, wie es zu sein hat oder denken, einer Erwartung gerecht werden zu müssen.

 

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum Menschen sich in der Weihnachtszeit besonders gestresst fühlen und sich Druck machen:

 

  • Wir laden uns viel auf

  • Es sind die vielen Termine, (die Weihnachtsfeiern, das Weihnachtssingen der Kinder, die Verabredung auf dem Weihnachtsmarkt, etc.),

  • der Zeitdruck durch den Jahresabschluss in der Firma,

  • die langen To-Do-Listen,

  • viele soziale Verpflichtungen,

  • vielleicht finanzielle Sorgen,

  • aber auch das große Ãœberangebot,

  • vielleicht auch ein „mithalten wollen“ (sich mit anderen vergleichen),

  • oder der eigene Anspruch, wie Weihnachten „zu sein hat“,

  • Reizüberflutung.

 

Ich denke, die Liste kann man unendlich fortsetzen…

 

Schauen wir doch mal, was Stress eigentlich ist:


Stress ist eigentlich eine ganz natürliche Reaktion unseres Körpers, die unsere Alarmbereitschaft in bedrohlichen Momenten erhöht. Seit Urzeiten hilft Stress uns, gefährliche Situationen zu bewältigen. Im Wesentlichen stellt die Stressreaktion dem Körper Energie bereit. Wir werden wacher und reagieren schneller, sodass wir rasch handeln oder die Flucht ergreifen können.

 

Heute ist aber nicht mehr der Säbelzahntiger das, was uns stresst, sondern zum Beispiel der Weihnachtseinkauf.

Stress entsteht heute also nicht mehr aus einer realen Gefahr, sondern auch bei ganz alltäglichen Herausforderungen.

 

Stress ist immer das, was du draus machst.


Wenn man genauer hinsieht, werden wir erkennen, dass wir uns den größten Stress aber meistens selbst machen. Und daher eben auch nur selbst etwas daran ändern können.

 

Ein anderer Blickwinkel auf Stress


Wir neigen dazu, Stress immer zu verteufeln, aber Stress ist nicht immer nur negativ, er gibt unserem Leben doch ein wenig Würze, wenn er in Phasen etwas ausgeprägter ist. Stress gehört zu unser aller Leben dazu und kann uns sogar beflügeln.

 

Auch bei Stress ist es so, (wie mit allem): eine gesunde Balance ist der Idealzustand. ein Wechsel von herausfordernden Phasen und Ruhe-/Entspannungsphasen.

Es ist wichtig, dass übermäßiger Stress nicht zum Dauerzustand wird, denn so fehlt dem Körper bzw., unserem Nervensystem die Regenerationszeit und wir können erkranken.

Es gilt also ein Bewusstsein für sich selbst und sein Stresserleben zu entwickeln.

 

Wie kann sich Stress bemerkbar machen?


Stressreaktionen sind sehr vielfältig und ganz individuell. Einige Stresssymptome können z.B.:

  • Rücken-, oder Kopfschmerzen,

  • Schwindel,

  • Fahrigkeit,

  • innere Unruhe,

  • Gereiztheit,

  • Unzufriedenheit,

  • Tunnelblick oder,

  • Ohrensausen sein. 

Wenn wir noch einmal ganz genau auf die Dinge schauen, die in uns Stress auslösen, finden wir den Ansatzpunkt, um etwas zu verändern.

Denn zwischen Reiz und unserer Reaktion liegt unser Handlungsspielraum.

 

Wir können zwischen inneren und äußeren Stressauslösern unterscheiden. Wo wir äußere Stressauslöser häufig schnell wahrnehmen, laufen innere Stressmuster eher unterbewusst ab. 

Das kann zum Beispiel der hohe Anspruch an die eigene Leistung sein. Weihnachten soll perfekt sein, wir wollen es allen recht machen, um des lieben Friedens willen.

 

Es gibt verschiede Stress-Anteile, die unterschiedlich ausgeprägt sein können:

z.B. steckt hinter dem Wunsch, das Weihnachten möglichst perfekt zu sein hat, der Treiber des Perfektionismus und hinter dem Drang, es allen recht machen zu wollen, der Treiber Everybody`s Darling oder des „People pleasings“.

 

Es können aber auch äußere Lebensumstände sein, wie z.B. belastende Lebensereignisse, (z. B. Jobverlust, der Verlust eines lieben Menschen) oder auch körperliche Auslöser (z.B. Krankheit, oder Schlafmangel, eine ungesunde Lebensweise) oder auch Umweltreize (z.B. Lärm oder ein überwarmes Einkaufszentrum).

 

Was also Stress in uns auslöst, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Es kommt immer darauf an, wie bedrohlich jemand eine Situation empfindet. Während die einen z. B. gut unter Zeitdruck arbeiten können, empfinden andere schon die Festlegung einer Frist als unangenehm.

Wenn du herausfinden möchtest, welche Stress-Anteile in dir stecken, mache hier den kostenlosten Stress-Anteil Test oder vereinbare einen Termin mit mir, in dem wir deine Stress-Anteile unter die Lupe nehmen.

 

Wie können wir gesünder mit Stress umgehen:

 

  • Sei achtsam mit dir, sorge gut für dich und achte auf deine Bedürfnisse und natürlich auch auf die deiner Lieben  

  • Frage dich: „was brauche ich gerade?“, „schaffe ich das alles?“,

  • setze dir realistische Ziele, damit am Heiligabend deine Nerven nicht so blank liegen, dass man sich unwillkürlich streitet,

  • erlaube dir, Pausen zu machen,

  • nimm dir Zeit den Zauber von Weihnachten wahrzunehmen,

  • genieße, versuche im „Hier und Jetzt“ zu sein (z.B. gönne dir eine Tasse Tee),

  • habe Freude und Spaß und verliere nicht deinen Humor,

  • singe & tanze mal zu einem Weihnachtsklassiker wie „Last Christmas“ von Wham!,

  • mache dir immer wieder bewusst, worum es eigentlich an Weihnachten geht, nämlich um Liebe, Frieden, Besinnlichkeit, Miteinander, um schöne Stunden und Gespräche,

  • verschiebe Konflikte vielleicht eher auf später und forciere sie nicht,

  • übe Dankbarkeit für unsere privilegierte Situation (wir haben alles, was wir brauchen, es gibt alles und es herrscht Frieden),

  • habe Verständnis für deine Mitmenschen, (alle sind in einer sehr ähnlicher Situation),

  • bespreche deine Erwartungen mit deinen Lieben (es geht nicht nur um Geschenke und Essen),

  • schreibe dir eine Einkaufsliste, damit du fokussiert bleibst und verteile To Dos auf die ganze Familie,

  • hinterfrage bestimmte Abläufe (z.B. „was ist wirklich wichtig?“),

  • baue bewusste Entspannungsmomente in deinen Tag ein (z.B. mit einem Entspannungsbad, Atemübungen, vielleicht einer Meditation oder probiere mal ein neues Ritual aus, wie z.B. die Sperr-und Rauhnächte),

  • baue Stresshormone ab, z.B. durch Bewegung, Sport oder einem ausgedehnten Spaziergang,

  • sage auch mal „nein“, wenn du merkst, dass dir alles zu viel wird und tausche z.B. den Glühweinabend gegen einen gemütlichen TV-Abend ein,

  • vielleicht reichen auch 3 Sorten Plätzchen, anstatt zum Patissier zu werden,

  • bedenke: Ãœbermäßiger Konsum schließt Genuss nahezu aus, „weniger ist mehr!“,

  • lasse dir die Highlights für das Fest.

 

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Sichtweisen und Tipps für deine wirklich besinnliche Weihnachtszeit geben.


Teile gerne deine Gedanken oder weitere Tipps mit mir.


Alles Liebe,

Madlen

bottom of page